Die Verärgerung war groß, als am Montagmorgen die SPD- Kreistagsfraktion die Nachricht erreichte, dass Kultusministerin Henzler (FDP) die Errichtung einer weiterführenden Schule in Mühltal verweigern wird. „Es enttäuscht mich sehr und ich kann es nicht nachvollziehen, wieso Wiesbaden uns diese einmalige Chance verbaut. Selten wird ein politisches Projekt von einer so breiten Initiative aus der Bevölkerung und über alle Parteigrenzen hinweg getragen. Besonders für die Elterninitiative und die Schulgemeinde ist das ein Schlag ins Gesicht“, bedauert Martin Griga (SPD), schulpolitischer Sprecher der SPD- Kreistagsfraktion die Situation.
Insbesondere kritisiert die SPD, dass das von Henzler geführte Kultusministerium eine so klare Ablehnung ohne jede Vorwarnung erlassen hat. „Wir haben seitens des Kreises wirklich alles getan, was wir konnten. Sogar die Mittel für die notwendigen Neubaumaßnahmen in Mühltal stehen schon längst im Schulbauprogramm bereit“, berichtet Martin Griga, der auch Vorsitzender des Schulausschusses des Kreistages ist.
SPD- Fraktionsvorsitzende Christel Sprößler ergänzt dazu: „Wir saßen heute Mittag mit unserem Koalitionspartner zusammen und haben die Situation beraten. In den kommenden Tagen müssen wir die Gründe des Kultusministeriums für die ablehnende Haltung genau analysieren. Aber einige Begründungsstränge aus Wiesbaden scheinen uns schon jetzt unstimmig.“
„Ich hoffe, dass es noch eine Chance für Mühltal gibt. So schnell geben wir das Projekt nicht auf, auch wenn uns Wiesbaden Steine in den Weg wirft. Wir werden im Schulausschuss am kommenden Donnerstag einen Dringlichkeitsantrag der rot- grünen Koalition einbringen. Notfalls muss der Kreis den Klageweg gegen das Land beschreiten“, erklärt Schulausschussvorsitzender Martin Griga (SPD) abschließend.
Quelle: SPD-Kreistagsfraktion Darmstadt-Dieburg