SPD Mühltal

Neuer Aufstellungsbeschluss für das Bauvorhaben am Bahnhof

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Mühltal liegt im Ballungsbereich Rhein-Main, viele Menschen finden in dieser Kernzone Arbeit und wollen dabei in Arbeitsplatznähe wohnen. Das Missverhältnis zwischen Wohnungsbedarf und Wohnungsangebot ist in Mühltal in den letzten Jahren weiter angewachsen, weshalb die die SPD-Fraktion die Baugebiete Dornberg und Bahnhof stets unterstützt hat.

Das Land Hessen wird Bauvorhaben im „Frankfurter Bogen“ besonders fördern. Dazu gehört auch Mühltal und dabei alle Bauvorhaben, die im Umkreis von einem Kilometer vom Bahnhof liegen. Dadurch ist die Wohnbebauung am Bahnhof noch interessanter geworden.

Das Projekt heißt jetzt „Wohnpark am Bahnhof“, der Investor ist die Firma BSM Invest aus Darmstadt, die die Eigentümerin des Grundstückes ist. Neun Häuser mit 80 bis 120 Wohneinheiten sind geplant. Dabei sollen 30 % der Gesamtwohnfläche für bezahlbares und soziales Wohnen ausgewiesen werden. Die Häuser haben zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss. Die neue Stellplatzsatzung soll für die Wohnungen eingehalten werden. Im nördlichen Teil des Grundstücks sind zusätzlich 50 öffentliche Parkplätze vor allem für Pendler geplant.

Die Firma BSM Invest hat das Grundstück und die Projektidee von der Firma Vicanus GmbH übernommen. Der Wechsel des Investors wird positiv gesehen, weil die Firma BSM Invest Ihre Leistungsfähigkeit bei vielen großen Projekten bereits bewiesen hat. Am 19. Mai 2020 hat die Gemeindevertretung den Aufstellungsbeschluss für das Projekt mit großer Mehrheit gefasst. Die SPD-Fraktion hat einstimmig dafür gestimmt. Der Wechsel des Investors hat dazu geführt, dass auch der Bürgermeister jetzt das Projekt unterstützt. Vorher war er strikt dagegen. Diese Entwicklung finden wir erfreulich, denn das Projekt kann nur zusammen mit der Gemeindeverwaltung gelingen.

Wenn jetzt der Weg für eine Wohnbebauung frei ist, dann sollte die städtebauliche Planung des gesamten Areals um den Bahnhof herum erfolgen. Dazu gehört die Gestaltung der Zufahrtstraße, die Fahrradabstellplätze, die Parkplätze direkt am Bahnhof und die Berücksichtigung von Gemeindebedarfsflächen. Die Zufahrtstraße muss einen Fußweg erhalten, der als Schulweg genutzt werden kann und -soweit möglich- weitere Parkplätze.

Das Baugebiet gehört zum Ortsteil Traisa, die Schüler werden also dort in die Grundschule gehen. Die Grundschule Traisa hat jetzt schon Ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Bei der ohnehin anstehenden Entscheidung, ob die Schule erweitert oder neu gebaut wird, kann das neue Baugebiet jetzt mitberücksichtigt werden.

Die Erfahrung zeigt, dass die Entscheidung für ein neues Baugebiet getroffen sein sollte, bevor die Infrastruktur angepasst wird. Das gilt für die Schule, ebenso wie für die Kitas,n die Zufahrtsstraßen und vieles andere.

Der Investor wird über einen städtebaulichen Vertrag an den Kosten für die Infrastruktur beteiligt, die durch das neue Baugebiet hervorgerufen werden. Wie im Baugesetzbuch vorgesehen, werden viele Interessengruppen die Gelegenheit bekommen, Einwände vorzutragen.

Zum weiteren Verfahren gehört auch die Untersuchung, ob der Untergrund des Baugebietes durch Schadstoffe belastet ist. Erst wenn die Einwände bewertet sind und die Untersuchungsergebnisse vorliegen, wird entschieden, ob mit dem Bau begonnen werden kann. Es wird nicht -wie in der Gemeindevertretung behauptet- „Mit dem Schrubber“ über „wichtige Argumente“ gegangen.

Ruth und Karl-Hermann Breyer

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