Die SPD-Fraktion hat sich über den Aufstellungsbeschluss zum Bauvorhaben desInvestors BSM am Bahnhof gefreut. Dort sollen ausschließlich Mietwohnungen gebaut werden, die in Mühltal dringend gesucht werden. Nun ist ein Bürgerbegehren gestartet worden, um die Bebauung am Bahnhof zu verhindern. Wir finden es generell gut und richtig, wenn Bürger sich engagieren und Projekte kritisch hinterfragen. Wir möchten mit diesem Artikel erklären, warum wir für das Bauvorhaben sind. Die Idee mancher Unterstützer ist, alles beim Alten zu lassen, weil es in Mühltal also schön ist. Größere Bauvorhaben stören da nur. Diese Idee ist zwar verständlich, aber aus mehreren Gründen nicht gut. In Mühltal müssen etwa 80 Wohnungen pro Jahr gebaut werden, allein um den Bestand zu erhalten. Wenn es aber nur bei dem Bestand bleibt, dann werden die Preise und Mieten weiter steigen, weil der Bedarf viel größer ist als das Angebot. Vor allem jüngere Interessenten mit mittlerem oder geringerem Einkommen haben das Nachsehen.
Die SPD-Fraktion kritisiert die Art und Weiße der Kommunikation des Bürgermeister rund um die Veränderungen in der Stiftstraße. Es ist aus Sicht der SPD absolut nachvollziehbar, dass die Anwohnerinnen und Anwohner sauer sind. Es ist unakzeptabel, dass man als Anlieger von solch tiefgreifende Veränderungen erstmalig von der Website der Gemeinde Mühltal erfährt und nicht persönlich informiert wird. Wir fordern, dass die Betroffenen im Vorfeld solcher Maßnahmen miteingebunden und beteiligt werden. Dass viele Anlieger nun nur Nachteile in der neuen Regelung sehen, ist verständlich. Das Verfahren sollte deshalb nun erstmal ausgesetzt und die Anlieger miteingebunden werden. Am Ende dieses Prozesses kann es sicherlich zu Veränderungen bei Fahrtrichtung und Parkraum kommen. Jedoch darf eine solche Entscheidung nicht von „oben herab“ aus dem Rathaus getroffen werden.
Die Gemeindevertretung hat im Jahr 2017 beschlossen, dass die neu erbaute Kita am Pfaffenberg von einem externen Betreiber geführt wird. Wir wollten vor allem die Vielfalt der Angebote erhöhen. Das erste Mal haben wir in Mühltal eine europaweite Ausschreibung einer Kindertagesstätte erlebt. Anbieter werden dabei nicht aufgefordert, Ihr Interesse zu bekunden und später ein Angebot zu erstellen. Sie müssen stattdessen selbst laufend im Internet nachsehen, ob eine Ausschreibung vorliegt. Gewöhnungsbedürftig war auch der Inhalt der Ausschreibung.
Online-Ticketsystem könnte Tageskasse in Zukunft ergänzen
Zu Beginn der Sommerferien kam vielerorts die Frage auf: Was jetzt? Aufgrund der Corona-Pandemie verzichten viele auf eine Reise. Wie wäre es stattdessen mit einem Sprung ins kühle Nass? Das ist seit Anfang Juli im Freibad Traisa auf Beschluss der Gemeindevertretung Mühltal wieder möglich. Sogar relativ unkompliziert. Natürlich müssen klare Regeln befolgt werden. So muss zwar niemand mit Maske baden, allerdings dürfen nur max. 400 Besucher ins Freibad und ins Wasser. Wobei das Freibad bis zum Redaktionsschluss noch nie „ausverkauft“ war. Um diese begrenzte Anzahl auch garantieren und überprüfen zu können, gibt es die Tickets ausschließlich online. Dazu setzt das Freibad Traisa auf zwei Zeitfenster, die es erlauben, zwischen den Besuchern alles gründlich zu reinigen und desinfizieren. Aus Sicht der SPD-Fraktion sollte das neue Online-Ticketsystem auch in den kommenden Jahren, zusätzlich zur traditionellen Tageskasse, bestehen bleiben. Dies wäre in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung des Zahlungsverkehrs eine sinnvolle Ergänzung.
Mühltal liegt im Ballungsbereich Rhein-Main, viele Menschen finden in dieser Kernzone Arbeit und wollen dabei in Arbeitsplatznähe wohnen. Das Missverhältnis zwischen Wohnungsbedarf und Wohnungsangebot ist in Mühltal in den letzten Jahren weiter angewachsen, weshalb die die SPD-Fraktion die Baugebiete Dornberg und Bahnhof stets unterstützt hat.
Das Land Hessen wird Bauvorhaben im „Frankfurter Bogen“ besonders fördern. Dazu gehört auch Mühltal und dabei alle Bauvorhaben, die im Umkreis von einem Kilometer vom Bahnhof liegen. Dadurch ist die Wohnbebauung am Bahnhof noch interessanter geworden.
Hier finden Sie unsere Kandidaten und unser Wahlprogramm oder zu unserer Broschüre (pdf).

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